Das Salzhemd

Diese Therapie ist lange bewährt und trotzdem nicht allgemein bekannt. Bereits Sebastian Kneipp hat das Salzhemd in seiner damaligen Form als „Spanischen Mantel“ bezeichnet und eingesetzt.

Heute ist die Anwendung eines Hemdes ausreichend, das nur die obere Körperhälfte bedeckt. Bei dem verwendeten Hemd sollte es sich um ein altes, vielfach gewaschenes handeln, damit mögliche Farbreste schon ausgewaschen sind. Oder man nimmt einfach ein weißes Hemd. Das Material dazu war ursprünglich Leinen, es kann aber auch Baumwolle sein. Von der Verwendung von T-Shirts raten wir ab, weil hier nicht selten billigste und toxische Materialien zur Herstellung verwendet wurden. Es sei denn, es handelt sich um ein in Deutschland gefertigtes Marken T-Shirt.

Indikationen für das Salzhemd:

Die Anwendung wirkt richtig durchgeführt wie ein Saunagang. Sie entgiftet sehr intensiv und ist ein probates Mittel bei fieberhaften Infekten. Das Schwitzen kann man mit einem Tee aus Lindenblüten fördern. Der Anwendung des Salzhemdes werden auch allgemein hautreinigende und Verspannungen lösende Effekte zugeschrieben.

Anwendung:

Man benötigt eine 5-prozentige Salzwasserlösung. Diese erhält man, indem hochwertiges Meersalz oder Steinsalz (Erntesegen Ursalz im Reformhaus oder Bioladen, www.salz-kontor.de, www.salze-online.de) verwendet und davon 50 Gramm in einem Liter gut warmen Wasser auflöst.

In diese Sole legt man das Hemd und wringt es ein bisschen, bis es sich mit der Lösung völlig vollgesaugt hat.

Das Hemd wird dann ausgewrungen, damit es nicht mehr tropft. Über das Hemd kommt ein Badetuch/Handtuch, dann zieht man einen warmen Pullover an. Statt dem Pullover können auch ein Bademantel und mehrere Decken zum Einsatz kommen. Zu guter Letzt wickelt man sich gänzlich in eine warme Decke und legt sich auf das Sofa oder in’s Bett. Nach etwa einer halben Stunde fängt man derart eingewickelt gehörig an zu schwitzen und dieses Schwitzen sollte nur unterbrochen werden, wenn Kreislaufprobleme auftreten, was nach unserer Erfahrung allerdings eher selten ist. Denn der Vorteil des Salzhemdes gegenüber einem Vollbad liegt gerade darin, dass das Salzhemd den Kreislauf weniger belastet als das Bad.

Üblicherweise hört das Schwitzen nach etwa einer bis eineinhalb Stunden von selbst auf und man kann sich dann auswickeln und den Schweiß und die Salzreste unter der Dusche abwaschen. Für Menschen mit trockener Haut empfiehlt sich anschließend eine Lotion, ein Öl oder auch eine reichhaltige Creme.

Das Hemd und alles, was mit Salzwasser oder Schweiß in Berührung gekommen ist, kann man ohne weitere Behandlung in die Waschmaschine mit einem viertel Liter Essig und einem nicht parfümierten Waschmittel ohne Vorwaschen bei 40 Grad waschen

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