Inkontinenz nach Schwangerschaft

Ein Drittel der Frauen geben nach einer Schwangerschaft Symptome einer Stressharninkontinenz an.

Diese Frauen klagen über unwillkürlichen Urinabgang bei körperlicher Belastung, also z.B. Husten, Niesen und Heben schwerer Gegenstände. Dies zunächst nur tropfenweise, später größere Mengen und das mitunter schon bei Lagewechsel.
Die Funktionalität des Beckenbodens nimmt während der Schwangerschaft sehr stark ab. Dies bessert sich zwar nach der Geburt wieder, erreicht aber nicht mehr die Ausgangswerte. Daher drückt also nicht das Kind auf die Blase, wenn eine Schwangere inkontinent wird, sondern der verminderte Tonus der Beckenbodenmuskulatur ist dafür verantwortlich.

Worauf kommt es an?

Man sollte selbst auf das Thema sensibilisiert sein und in einem einfühlsamen Gespräch versuchen, die Schamschwelle zu senken. Schon anhand weniger Symptome kann man erkennen, ob es sich bei der betreffenden Patientin um eine Stressinkontinenz handelt. „Stress“ bedeutet in diesem Zusammenhang das Auftreten von Situationen, in denen ein erhöhter Druck auf der Harnblase lastet, wie z.B. Husten, Niesen etc. Wenn das Schließmuskelsystem erschlafft ist, kann der erhöhte Druck nicht aufgefangen werden. Es gilt also, in einem Gespräch eine Lanze für die Prävention zu brechen. Gerade Frauen in der Schwangerschaft sind meist hochmotiviert, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Hier muss insbesondere auf die Beckenbodengymnastik hingewiesen werden.

Die tägliche Durchführung ausgewählter Übungen ist gleichsam die wichtigste selbst zu erbringende Intervention und Prophylaxe zur Vermeidung einer Stressinkontinenz. Nach der Geburt ist durch Überdehnungen und mitunter gestörte Nervenfunktionen ein Training des Beckenbodens erschwert. Und dreißig Jahre danach erst zu beginnen, ist wohl wenig aussichtsreich.

Eine medikamentös therapeutische Unterstützung durch einen Heilpraktiker Ihres Vertrauens ist anzuraten.

Die vorgenannten Anwendungsgebiete stellen kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände oder Leiden dar.

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