Krebs und Cholesterin

In den Vereinigten Staaten von Amerika sollte eine Studie an 41000 Patienten durchgeführt werden, welche die Frage klären sollte, warum Statine, also Medikamente zur Senkung des Blutfettspiegels, Leber- und Muskelzellen schädigen können. Während die Untersuchung durchgeführt wurde, stellte sich jedoch heraus, dass die mit den Cholesterinsenkern behandelten Personen eine höhere Anzahl an Krebsfällen aufwies als die Kontrollgruppe. Das Risiko lag zwar mit einem Fall pro Tausend im relativ niedrigen Bereich. Und, so wird Dr. Richard Karas von der Tuft University im Journal of the American College of Cardiology (online) zitiert, heißt das nicht zwangsläufig, dass Statine Krebs auslösen. Aber wir müssen weiter beobachten, was bei der Cholesterinsenkung genau passiert. Auf jeden Fall raten die Mediziner von der bisher gehandhabten Hochdosistherapie ab und raten zur Fortsetzung der Therapie mit mittleren Dosen.

Der Artikel bestätigt die naturheilkundliche Auffassung, dass ein moderat erhöhter Cholesterinspiegel keine Gesundheitsgefahr an sich darstellt. Darüber hinaus scheint er die Meinung zu bestätigen, dass Cholesterine einen gewissen Schutz für die Zelle darstellen. Darüber hinaus sind Cholesterine auch der Grundstoff für die Produktion wichtiger Hormone, welche im Rahmen der biologischen, vom Körper selbst initiierten Kontrolle von Entartungen, dringend benötigt werden.

Zur Veranschaulichung sei die sogenannte Krebskaskade noch einmal in Erinnerung gerufen:

  • bis 10.000 (10 hoch 4) Zellen kann der Körper eine Entartung von Zellen selbst kontrollieren und unter Umständen eine Restitutio ad integrum herbeiführen.
  • bei einer weiter wachsenden Entartung muss die neoplastische Struktur eine Zellzahl von 1.000.000.000 (10 hoch 9) Zellen aufweisen, um mit den heute üblichen Methoden erkannt zu werden.
  • ab einer Zellzahl von 1.000.000.000.000 (10 hoch 12) Zellen spricht man von einer infausten Prognose.

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