Light-Getränke und das Risiko…

…einer cardiovaskulären Erkrankung, das metabolische Syndrom und als Ursache für Übergewicht und Diabetes  

Zugegeben, der Titel des Artikels klingt ganz schön geschwollen, aber es ist die Übersetzung einer wissenschaftlichen Arbeit, welche in der Zeitschrift Diabetes Care, dem Organ der American Diabetes Association erschienen ist.

Die Wissenschaftler um Jennifer A. Nettleton haben nämlich nachgewiesen, dass die sogenannten Light-Getränke gar nicht so gesund sind, wie gemeinhin angenommen. Darüber hinaus wiesen die Wissenschaftler nach, dass beim täglichen Verzehr von mindestens einem Light-Getränk pro Tag das Risiko, an dem sogenannten metabolischen Syndrom zu erkranken, um 37 % steigt.

Zunächst einmal eine Erklärung des Fachbegriffes: Die vier Grunderkrankungen des Metabolischen (metabolisch = den Stoffwechsel betreffend) Syndroms sind

  • bauchbetontes Übergewicht,
  • erhöhte Blutfettwerte,
  • Bluthochdruck und
  • erhöhter Blutzucker.

Das Gefährliche: Jede Erkrankungen für sich stellt schon ein Risiko für schwere Gefäßerkrankungen dar.

Treten diese Erkrankungen jedoch in Kombination auf, verstärken sie sich.
Bei den meisten Personen wurde während des Beobachtungszeitraumes eine Zunahme des Körpergewichtes und des Bauchumfanges festgestellt. Und ein weiterer erstaunlicher Nachweis der Studie besagt, dass das Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, beim Verzehr von Light-Getränken (die im Amerikanischen als diet soda bezeichnet werden) um 67 % ansteigt. Light-Getränke sind hier Diät-Soft-Getränke und ungesüßtes Mineralwasser. Ungesüßt bedeutet in Amerika „nicht mit Zucker versetzt“, kann aber trotzdem chemische Süßstoffe enthalten. Im Vergleich dazu standen gesüßte Mineralwässer, reguläre Softdrinks, Limonade und alkoholfreies Bier.   Die genauen Gründe sind noch nicht festgestellt, denn die Studie wird im Rahmen der Multi-Ethnic Study of Arteriosclerosis (MESA) weitergeführt. Die MESA-Studie wird an 6814 kaukasischen, afrikanischen, amerikanischen, spanischen und chinesischen Probanden im Alter zwischen 45 und 84 Jahren durchgeführt.

Hierzu ein paar Anmerkungen des einfachen Heilpraktikers. Durch die vorgegaukelte Süße des Light-Getränkes schüttet der Organismus verstärkt Hormone wie Insulin aus, um die Zucker zu verwerten. Durch den leichten Hyperinsulinismus wird eine Stoffwechselkaskade in Gang gesetzt, die wiederum zu verstärktem Hunger führt. Dadurch werden die Personen vermutlich zu viel Kohlenhydrate zu sich nehmen, welche durch einen assoziierten Bewegungsmangel auch nicht verbrannt werden. Denn die Hoffnung, durch das Hungergefühl könnte vielleicht Bauchfett verbrannt werden, haben schwedische Forscher schon vor gut 10 Jahren zunichte gemacht. Sie wiesen damals nach, dass die in den Diätlimonaden, (wie die Light-Getränke damals noch hießen) vorhandenen Süßstoffe den Leberstoffwechsel behindern und ein wirkungsvolles Abnehmen unmöglich machen. Die Forscher prüften auch nach, ob der Verzehr von zuckerhaltigen Getränken das Risiko, an einem weiteren metabolischen Syndrom oder Typ 2-Diabetes zu erkranken, verstärkt und konnten dies erstaunlicherweise in der Datenmenge nicht so signifikant feststellen wie bei den Personen, die Light-Getränke zu sich genommen haben (Seite 691 Mitte). Und eigentlich sagt die Studie noch eines: Das beste Getränk ist immer noch unbehandeltes Wasser.  

http://care.diabetesjournals.org

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