Schnupfen, Stirnhöhlen und Chronizität

Auch in diesem Jahr setzt die Erkältungswelle wieder einige außer Gefecht. Teilweise kann ich in meiner Praxis sehr dramatische Verläufe beobachten. Mitunter schwere, atypische Verläufe lassen den einen oder anderen Behandler das Antibiotikum in gedanklich greifbare Nähe rücken.

Sicherlich, die meisten Schlachten werden gewonnen; die Erkältung als biologisch zweckmäßige Erkrankung, eines Frühjahrsputzes gleich, kann ihre Wirkung entfalten. Auf der anderen Seite bedarf das Schlachtfeld dringend einer Reinigung. Gerade, wenn vermeintlich wieder Ruhe einkehrt, spielt sich in den Höhlen noch so allerhand ab. Dabei braucht der Körper meist Unterstützung, um nicht in die Chronizität zu gelangen.

Aufgrund mangelnder Nacharbeit bildet sich hier oft eine Art immunologisches Patt aus: Erreger und Immunsystem arrangieren sich auf irgend eine Art und Weise und schaffen eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).

Häufig treten diese Erkrankungen nicht einmal primär an dem Ort ihres Ursprungs auf, sondern stellen sich unspektakulärer Weise als Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder ähnliches dar. Eine genaue Anamnese und gegebenenfalls auch bildgebende Verfahren sind hier notwendig.

Es ist bekannt, dass chronische Geschehen nie direkt in eine Heilungsphase übergehen können. Immer bedarf es dem Übergang in ein aktives Stadium. Um also der Chronizität entgegen zu wirken, muss man aktivieren.

Ihr/e Heilpraktiker/in verfügt zwar über mehrere Möglichkeiten, den Übergang von akuten Erkältungen in chronische Probleme zu vermeiden. Achten Sie aber auf jeden Fall auf eine restlose Ausheilung Ihrer Erkältung.

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